Wandern im Gargano
 

Wandern im Gargano

 
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Unberührte Natur, weiße, steil aufragende Felswände, malerische Dörfer, ein imposanter Naturpark, der Heimat von 60 % aller europäischen Orchideen ist, sowie die vollständige Abwesenheit von Massentourismus laden zum Wandern im Gargano, dem Sporn des italienischen Stiefels, ein.

Über 800 Meter hoch erhebt sich die karstige Steilküste des Gargano mit ihren Grotten, Höhlen und Buchten aus dem Adriatischen Meer und trägt auf dem Kopf eine Kappe aus grünen, kühlen Wäldern. Weder Natur noch Kultur kommen im Gargano, an der nördlichen Grenze der Provinz Apulien, dem Absatz des italienischen Stiefels, zu kurz.

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Die schönste Jahreszeit für den Gargano ist der Frühling, denn da verleiht ihm seine üppige Blütenpracht einen ganz besonderen Zauber. Außerdem ist es noch nicht so heiß, denn der Gargano ist, wie man schon von Weitem sehen kann, äußerst schroff und steil.

 

Von Mattinata ins Paradies der Orchideen

 

Wer hätte gedacht, dass außerhalb der Tropen Orchideen am Straßenrand blühen? Im naturgeschützten Dschungel der Foresta Umbra, des „dunklen Waldes“ auf dem Monte Sacro, begegnet man diesen fragilen Pflanzen beinahe auf Schritt und Tritt, ja man muss sogar aufpassen, keine der zarten Pflänzchen zu zertreten.

87 verschiedene wild wachsende Orchideenarten und eine auch sonst einmalige und abwechslungsreiche Fauna und Flora führten 1991 dazu, dass der gesamte Sporn zum Naturschutzgebiet erklärt wurde. Der steile Aufstieg zum Gipfel ist zwar eher anstrengend, doch die Aussicht über ein Blütenmeer aus gelbem Ginster, rotem Mohn und blauen Lilien entlohnt für jeden vergossenen Schweißtropfen.

 

Wanderung auf den Monte Saraceno

 

Südlich der Stadt Mattinata erhebt sich der Monte Saraceno direkt aus dem Meer. Ziel der Wanderung ist die Nekropole des Volks der Daunier, mit 500 in die Felsen gehauenen Gräbern aus dem 18. bis 11. vorchristlichen Jahrhundert.

Auffallend ist die Form vieler Gräber, die an eine Gebärmutter erinnert. Ein symbolischer Ausdruck dafür, dass Leben und Tod eng miteinander verknüpft sind. Außer den typischen Grabhöhlen förderten Ausgrabungen auch kunstvoll mit mystischen Szenen geschmückte Stelen und steinerne Köpfe, die Testine, die als Grabschmuck dienten, zu Tage. Mehr über die Daunier erfährst Du im Nationalmuseum von Manfredonia.

 

San Giovanni Rotondo

 

Der Gargano ist eines der wichtigen Ziele des italienischen religiösen Tourismus, doch auch nicht religiöse Menschen genießen den tiefen Einblick in die Geschichte des Katholizismus und seiner verehrten Heiligen.

Hauptanziehungspunkt ist der Schrein des Heiligen Padre Pio (1887 – 1968). Der Kapuzinerpater ist so etwas wie der italienische Lieblingsheilige, der nicht nur im wundergläubigen Süden ständig um Hilfe angerufen wird.

San Giovanni Rotondo war der Wirkungs- und Todesort des umstrittenen Paters. Er wird als Wundertäter, Heiler, Prophet oder Scharlatan bezeichnet, doch seine Anhänger pilgern weiterhin in Massen zum 2004 eröffneten neuen Heiligtum, vom Architekten Renzo Piano erbaut. Der imposante moderne Bau in Form einer Rotunde zieht jährlich bis zu 7 Millionen Besucher an.

 

Markt von Vieste

 

Was wäre ein Besuch in Italien ohne einen Marktbesuch. Der Markt von Vieste bietet ein buntes Sortiment der blühenden Landwirtschaft der Gegend. Obst, Gemüse, hausgemachte Pasta, Kräuter, Gewürze und freundliche Menschen, mit denen man durchaus auch handeln kann. Natürlich gibt es auch Klamotten, Bijouterie und allerlei Krimskrams, die den Besuch des Mercato so abwechslungsreich machen.

 

Strände am Gargano

 

Freunde von Stränden müssen zwar ein bisschen länger suchen, doch dafür sind die Badeplätze umso spektakulärer. Sand, Kiesel oder Steine, meist umrahmt von atemberaubenden Felswänden, mit imposanten, aus der blauen Adria ragenden Felsblöcken.

Um die wahren Strandjuwelen zu entdecken, ist es empfehlenswert, sich mit einem Boot und einem Bootsmann, der die Geheimtipps kennt, auf die Entdeckungsreise zu machen.

 

Kulinarisches

 

Die Wanderungen werden häufig vom Geruch wild wachsender Kräuter begleitet. Rosmarin, Oregano, Minze, wilder Fenchel und wilde Rucola wachsen am Wegesrand. Außerdem ist die Gegend berühmt für ihr besonders schmackhaftes Olivenöl, köstliche Kapern und den regionalen Caciocavallo Podolica, ein Käse aus der Milch der grauen Podolica Kühe.

Eine weitere Spezialität der Region ist das violette Meergras, das zu einem leckeren Salat verarbeitet wird. Ganzjährig liefert die Adria frischen Fisch und Meeresfrüchte, im Herbst stehen Wildgerichte aus den umliegenden Wäldern auf der Speisekarte.

Abenteuerliche Gourmets probieren die rohen marinierten Tintenfische oder eine Schneckensuppe, die über hausgebackenes Brot gegossen wird. Zum Abschluss gibt es exzellente Zitronen- und Orangenliköre aus den umliegenden Zitrusplantagen. Nur mit Wein ist der Gargano weniger gesegnet, doch da tut es auch ein guter Tropfen aus den Nachbarregionen.

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