Die 7 eigenartigsten Gerichte in Italien
 

Die 7 eigenartigsten Gerichte in Italien

 
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Beim Essen in Italien kann eigentlich nichts schief gehen, solange man Lokale, die ein „Menu Touristico“ oder „Pizza Wurstel con Krauti“ anbieten, strikte meidet. Möchte man meinen. Doch halt, vor allem wer tiefer in die italienische Küche und damit in die italienische Seele eindringt, kann so manche Überraschung in Form von äußerst eigenartigen Gerichten erleben.

Praktisch alle merkwürdigen Gerichte Italiens haben ihre Wurzeln in einer Zeit, in der noch alles verwertet wurde, sind Gerichte für arme Leute. Schlachtabfälle? Gibt es nicht. Jedes auch noch so absurde Teil eines Tieres wurde von der phantasievollen Hausfrau in delikate Gerichte umgewandelt, die unter den Italienern auch heute noch hoch im Kurs stehen.

Wandern im Gargano

Unberührte Natur, weiße, steil aufragende Felswände, malerische Dörfer, ein imposanter Naturpark, der Heimat von 60 % aller europäischen Orchideen ist, sowie die vollständige Abwesenheit von Massentourismus laden zum Wandern im Gargano, dem Sporn des italienischen Stiefels, ein.... Read more 

 

1. Rizzi

 

Die rohen Seeigel sind eine Spezialität der italienischen Küste. Bekommt man gern von einheimischen Feinschmeckern, die die stacheligen Gesellen frisch aus dem Meer geholt haben, und diese Köstlichkeit gerne mit Travelern und Freunden teilen. Frisch aufgeschnitten, in der eigenen Schale, bekommt man eine schleimige Suppe mit ein paar gelben und grünen Farbklecksen serviert. Besonders beliebt sind die orangen Teile. Das ist nämlich der Kaviar, die Eier von Frau Seeigel. Doch nur die ganz Mutigen greifen hier zum Löffel und essen ihr Seeigelskelett leer.

 

2. Casu Marzu – mit lebenden Maden

 

Wer könnte sich vorstellen, einen Käse zu essen, in dem sich fette weiße Maden ringeln. Nun, die Sarden können das. Auf Sardinien gilt der Casu Marzu als absolute Delikatesse. Während der Reifezeit wachsen im Inneren des Käses auch Maden und verleihen ihm durch ihre – nennen wir es Lebenssäfte – sein einzigartiges Aroma. Keine Angst übrigens, es handelt sich nicht um ein illegales Hinterhofprodukt. Der Casu Marzu wird streng hygienisch nach dem italienischen Lebensmittelgesetz hergestellt.

 

3. Pajata

 

Eine Spezialität aus Rom, die aus dem innen ungereinigten Magen eines Milchkalbes hergestellt wird. Auch der Mageninhalt selbst findet in diesem Gericht Verwendung. Beim Kochen bildet die im Magen befindliche Milch zusammen mit dem Ferment Lab eine fantastisch cremig-käsige Sauce. Pajata isst man am besten, ohne zu wissen, was es ist. Denn von negativen Gedanken und angelerntem Ekel mal ganz abgesehen, schmeckt Pajata einmalig gut.

 

4. Lampredotto

 

Toskanischer Snack gefällig? Allgegenwärtig auf den Straßen von Florenz ist Lampredotto. Ein Panini, das mit in Gemüse und Kräutern geschmortem Rinderlabmagen gefüllt ist und traditionell in den überall in Florenz vorhandenen Trippai verkauft wird. Da die Florentiner für ihren guten Geschmack bekannt sind, bleibt nur eins – ausprobieren. Ein bisschen gewöhnungsbedürftig im Biss (der Labmagen ist rau, stark gefältelt und doch irgendwie zart), doch einmalig lecker im Geschmack. Vor allem auch wegen der grünen Petersiliensauce und einem Hauch von Chilliöl als Topping.

 

 

5. Cibreo

 

Wer glaubt, mit Huhn auf Nummer sicher zu gehen, kann sich auch täuschen. Denn auch beim Geflügel gilt in Italien: alles ist essbar. Cibreo ist eines der toskanischen Nationalgerichte, dessen Hauptingredienzien aus allen möglichen und unmöglichen Hühnerteilen bestehen. Darm, Leber, Hoden, ungelegte Eier, ja selbst die knusprigen Hahnenkämme finden in diesem köstlichen Ragout Verwendung. Langsam mit Gewürzen, Kräutern, Eiern und Zitronensaft sämig gekocht, ergibt Cibreo eine schmackhafte, cremige Sauce zur täglichen Pasta. Wer keine Ahnung von den „geheimen“ Zutaten hat, hält es für ein äußerst leckeres Fleischragout.

 

 

6. Trippa

 

Eine Kombination aus allen vier Mägen des Rindes, die Trippa, isst ganz Italien gern. Besonders beliebt sind die Trippa alla Fiorentina, die aus der Straßenküche nicht wegzudenken sind. Ein Gericht aus Zeiten, als noch alles, aber auch wirklich alles, in der Küche verwertet wurde, und die Wegwerfgesellschaft noch nicht erfunden war. Die Kutteln sind so beliebt, dass sie sogar im Supermarkt in Dosen verkauft werden. Doch ist es empfehlenswert, dieses Gericht in einer der vielen florentinischen Trippai zu testen, denn dort kaufen auch die Einheimischen am liebsten ein. Ob als Suppe oder Fleischsauce, die Rindermägen sind aus der italienischen Feinschmeckerküche nicht wegzudenken.

 

7. Sanguinaccio dolce

 

Auch in der Nachspeisenabteilung wartet Italien mit Merkwürdigkeiten auf. Ein beliebtes Dessert aus Neapel, besonders zur Zeit des Karnevals, ist eine Art Pudding aus... Schweineblut und Schokolade. Sieht wie astreine Schokoladencreme aus, schmeckt auch richtig gut, und wer es nicht weiß, würde nie auf die Idee kommen, dass sich in dieser herrlich schokoladigen Creme als Hauptzutat Schweineblut versteckt. Macht sich auch als Brotaufstrich ausgezeichnet. Auch Florenz bietet eine blutige Dessertvariation, den Schweineblutkuchen, der im Gegensatz zur neapolitanischen Creme eine festere Konsistenz hat.

 

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