Wandern in den Cinque Terrae
 

Wandern in den Cinque Terrae

 
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Auf Grund der pittoresken Dörfer in der unmittelbaren Umgebung von grandiosen Steilwänden und dem Meer als Vordergrund macht Wandern in den Cinque Terrae an der italienischen Riviera in zu einem unvergleichlichen Erlebnis. Liguriens „Fünf Länder“ sind nicht wirklich unbekannt, denn sie bieten spektakuläre Aussichten, faszinierende Landschaften und allerliebste Dörfer, die sich an ihre jeweilige Felswand schmiegen.

Nur 12 Kilometer von der Hafenstadt La Spezia entfernt befinden sich am Grunde eines Steilabfalls die fünf Dörfer Riomaggiore, Manarola Comiglia, Vermazza, und Monterosso al Mare. Das gesamte Gebiet der Cinque Terrae wurde zum Nationalpark erklärt und auch die UNESCO hat die Schönheit und Einmaligkeit dieser Landschaft mit der Eintragung in die Welterbe-Liste gewürdigt.

Wandern im Gargano

Unberührte Natur, weiße, steil aufragende Felswände, malerische Dörfer, ein imposanter Naturpark, der Heimat von 60 % aller europäischen Orchideen ist, sowie die vollständige Abwesenheit von Massentourismus laden zum Wandern im Gargano, dem Sporn des italienischen Stiefels, ein.... Read more 

 

Wie hinkommen?

 

Am besten und spektakulärsten ist die Anreise mit dem Zug. Neben dem Boot ist er die einzige Möglichkeit, die fünf Dörfer nacheinander zu besuchen, denn Autofahrer müssen in jedes Tal extra hineinfahren. Und wieder steil, eng und kurvenreich hoch, und wieder runter ins nächste Dorf. Naturgemäß sind Parkmöglichkeiten ebenso rar wie teuer.

Vor der Inbetriebnahme 1874 war der Landstrich nur vom Meer aus, oder zu Fuß erreichbar. Die zwischen Meer und Felsen eingeklemmte Strecke mit 32 Tunneln ist noch heute die wichtigste Verbindung zwischen den Dörfern. Die „Cinque Terrae Treno“ Karte ist einen Tag lang für Busse und Züge zwischen Levanto und La Spezia gültig, erlaubt gratis Eintritt zu den Wanderwegen, sowie kostenfreie Benutzung der Lifte und... öffentlichen Toiletten.

Alle Dörfer sind durch kürzere oder länger, steilere oder flachere Wanderwege miteinander verbunden, die eines gemeinsam haben: atemberaubende Aussichten auf die schroffe Steilküste, die terrassenartig angelegten Oliven- und Weingärten und die postkartenbunten Städtchen.

 

Via dell‘Amore

 

Für den gemütlichen Anfang führt die „Liebesstraße“, die Via dell’Amore, von Bahnhof von Riomaggiore in etwa einer halben Stunde nach Manarola. Bunte Häuser haben in der Cinque Terrae ebenso Tradition, wie die spektakuläre Bauweise, die an die steile, felsige Landschaft angepasst ist. Häuser, die sich bis an die steil abfallende Felskante vorwagen, Tunnel, die Stadtteile verbinden, die eine oder andere sehenswerte Kirche und natürlich gibt es überall eine Piazza, die zum Ausruhen und Schauen einlädt. Da Manarola auch das Zentrum des Weinanbaus in den Cinque Terrae ist, kannst Du hier den beliebten trockenen Weißwein der Umgebung gründlich testen.

 

Wanderweg Azzurro

 

Die Via dell‘Amore geht in Manarola in den Wanderweg Azzurro über, der bis ins letzte Cinque Terrae Dorf führt. Nach einer Stunde erreichst Du Corniglia, die weitere Dörfer sind jeweils etwa 1 ½ Stunden voneinander entfernt. 12 Kilometer insgesamt, alles eher gemütlich, teils auf Meereshöhe, teils auf halber Höhe des Steilabfalls durch wechselnde Natur- und typisch mediterrane Kulturlandschaften. Wer sich mehr anstrengen will, nimmt den Wanderweg von West nach Ost. Ein schöner Tagesausflug, der auch genug Zeit lässt, die Dörfer genauer zu erkunden und sich zwischendurch mit einer Focaccia, einem typisch ligurischen Gericht, zu stärken.

 

Von Manarola nach Corniglia

 

Da sich hier das Hauptanbaugebiet für den beliebten Wein der Cinque Terrae befindet, führt der Weg an beeindruckenden Weinterrassen vorbei, die dem Berg vor Jahrhunderten mühevoll abgetrotzt wurden. Corniglia selbst liegt als einziger Ort der Cinque Terrae nicht direkt am Meer, sondern drängt sich etwa 100 Meter höher auf der Spitze eines Hügels. Da der Wanderweg nahe am Meer verläuft musst Du Dich, wenn Du die Stadt erkunden willst, auf einen schweißtreibenden Aufstieg über 382 Stufen gefasst machen. Die Mühe wird jedoch mit atemberaubenden Aussichten belohnt.

 

Von Corniglia nach Vernazza

 

Hier geht es erst mal den Berg hoch. Der gut ausgebaute Weg führt durch dichte grüne Vegetation und an phantastischen Aussichtspunkten vorbei, wo es natürlich immer auch eine Bank gibt, um den Blick in Ruhe zu genießen. Vernazza verfügt auch über einen kleinen Strand, der durch eine Höhle, die oben mit Häusern bebaut ist, zugänglich ist. Der Strand selbst ist zwar keineswegs atemberaubend, doch wegen des Zugangs alleine einen kleinen Abstecher wert ist.

Auch die letzte Etappe bis Monterosso al Mare besteht aus idyllischen Waldwanderwegen, teils entlang kleiner, erfrischender Bäche, die dazu einladen, die Füße zu kühlen. Gegen das Ziel hin fällt der Weg stetig ab und führt an Terrassen mit Wein- und Olivenanbau vorbei in den touristischsten Ort der Cinque Terrae, Monterosso al Mare. Dies verdankt er dem relativ schönen, sogar sandigen Strand, der für Cinque Terrae Verhältnisse ziemlich groß ist.

 

Höhenwanderweg von Portovenere nach Levanto

 

Der 40 km lange Höhenweg erfordert festes Schuhwerk und eine gute Kondition. Vom Meeresspiegel führt der Weg bis auf 800 Meter Seehöhe und am Ende wieder zurück ans Meer. Wer die ganze Länge erwandern will, muss eine Übernachtung einplanen. Neben Weingärten und Olivenhaine, sorgen Kirchen, Klöster, alte Burgen und Palazzi in verschiedenen Verfallsstadien, beim Wandern in Cinque Terrae für viel Abwechslung, und laden zum näheren Betrachten ein.

Durch das milde Klima sind die Cinque Terrae selbst im Winter eine tolle Urlaubsdestination. Nur im Hochsommer sollte das Gebiet tunlichst gemieden werden, denn durch seine naturbedingte enge Bauweise ist es dann hoffnungslos überfüllt.

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