Unbekanntes Venedig
 

Unbekanntes Venedig

 
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Gibt es überhaupt etwas wie ein unbekanntes Venedig? Aber ja, auf den 118 Inseln der Comune di Venezia gibt es noch einige Orte, an die sich der Massentourismus noch nicht verirrt hat.

Venedig bedeutet eng stehende Häuser, verbunden durch 175 Kanäle, fast 400 Brücken und von Zeit zu Zeit unterbrochen durch eine malerische Piazza. Überall nur Wasser und Stein. Den Ruf einer grünen Stadt hat Venedig wahrhaftig nicht. Oder doch?

Wandern im Gargano

Unberührte Natur, weiße, steil aufragende Felswände, malerische Dörfer, ein imposanter Naturpark, der Heimat von 60 % aller europäischen Orchideen ist, sowie die vollständige Abwesenheit von Massentourismus laden zum Wandern im Gargano, dem Sporn des italienischen Stiefels, ein.... Read more 

Im Stadtteil Cannareggio, der gar nicht weit vom „touristischen Trampelpfad“ entfernt liegt, jedoch von den Touristen noch nicht entdeckt wurde, verstecken sich einige wunderbare Gärten hinter den hohen Mauern. Die Giardini segredi, die etwa 500 geheimen Gärten von Venedig. Der Stadtteil selbst, der am dichtesten besiedelte von Venedig, gehört noch ganz den dort Venezianern selbst, die sich immer noch gerne zum abendlichen Schwätzchen auf der Piazza treffen.

Wer Venedig wirklich entdecken will, kauft sich am besten ein Tages- oder Mehrtagesticket für die Vaporetti, die öffentlichen Boote.

 

Garten des Palazzo Rizzo Patarol

 

Versteckt hinter dem Luxushotel Grand Hotel dei Dogi finden sich zauberhafte Gärten, von deren Ende aus man vor allem in der Abendstimmung eine phantastische Aussicht auf das zarte Farbenspiel in der Lagune genießt. Der perfekte Ort für einen Sundowner.

 

Palazzo Querini Stampalia

 

Wer absolute Ruhe und Entspannung sucht, tut dies in den von japanischen Meditationsgärten inspirierten Anlagen dieses Palazzos, die sogar von einem eigenen privaten Kanal durchzogen werden.

In diesem Stadtteil befinden sich zahlreiche weitere Palazzi mit beeindruckenden Gärten, wie der Palazzo Malipiero-Barnabò und Cà Zenobbio, die von ihren Besitzern zur Besichtigung freigegeben wurden.

 

Insel San Erasmo

 

Diese im Norden von Venedig gelegene Insel ist sozusagen der Gemüsegarten der Venezianer, wo Spezialitäten wie junge Artischocken und dünner grüner Spargel angebaut werden. Wie die Lagunenstadt selbst, ist die Garteninsel von Kanälen durchzogen, die der Bewässerung dienen.

 

Insel Burano

 

Nicht ganz so geheim und dennoch etwas abseits der Trampelpfade befindet sich die Insel Burano, die eigentlich aus vier Inseln besteht. Traditionell zeigen die Bewohner von Burano ihre Individualität durch die vielfarbig gestrichenen Häuser. Eine Legende besagt, dass die Häuser so bunt angestrichen wurden, damit die Fischer im typisch venezianischen Nebel oder nach einer ausgiebigen Zechnacht auch wieder in das richtige Haus zurück fanden. Ein wahres Paradies für Hobbyfotografen.

Burano ist auch bekannt für seine außerordentlichen Klöpelspitzen. Eine Kunst, die beinahe ausgestorben ist. Es kommt jedoch immer noch vor, dass in Buran, wie die Einheimischen sagen, eine alte Frau in schwarzer Witwentracht vor ihrem Haus sitzt und kunstvolle Klöpelmuster anfertigt. Doch Achtung, die meisten Spitzen aus den umliegenden Geschäften stammen aus Asien und haben mit der alten venezianischen Kunst nicht viel zu tun. Originale Buranospitzen können im Museo del Merletto bewundert werden

Wer einen schiefen Turm sehen will, muss nicht unbedingt nach Pisa. In Burano gibt es den schiefen Campanile der Kirche San Martino.

 

Fischmarkt von Venedig

 

Eine venezianische Institution seit über 1000 Jahren und bei allen beliebt, die frischen Fisch bevorzugen, ist die in den Arkaden untergebrachte Pescheria di Venezia. Wer den Markt authentisch erleben will, kommt am frühen Morgen wie die Einheimischen auch. Da ist der Markt ein Spiegel des ganz normalen italienischen Lebens. Laut, lebendig und bunt, und weil Märkte immer auf der Hitliste der Besucher stehen, gibt es gleich nebenan den Obst- und Gemüsemarkt.

Die einfachste Art, Venedig abseits des Tourismus zu entdecken ist, in die entgegengesetzte Richtung der zahlreichen Hinweistafeln zu den Sehenswürdigkeiten zu gehen.

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