Top 5 Tipps für Wanderungen in Südtirol
 

Top 5 Tipps für Wanderungen in Südtirol

 
Teilen  
 

Südtirol ist zu jeder Jahreszeit ein El Dorado für Wanderlustige. 17.000 km Wander- und Forstwege durchziehen dieses landschaftlich so vielfältige Land. Historische Städte, schmucke Dörfer, grüne Hochebenen, unzählige Seen in faszinierenden Landschaften, sanfte, unendliche Apfelplantagen, von Weinreben überzogene Hügel mit eingestreuten Landhäusern und Schlössern, und als Sahnehäubchen, die „schönste Freilichtbühne der Alpen“, das UNESCO Weltkulturerbe Dolomiten.

Im Frühling bestechen die Täler mit einem Meer von blühenden Wiesen, im heißen Sommer zieht es die Wanderer eher in die höheren Lagen, wo das Klima angenehmer ist. Der Herbst färbt sich die Landschaft in alle nur vorstellbaren Rot- und Brauntöne und die Gipfel sind vielleicht schon mit dem ersten Schnee überzuckert. Dies ist auch die Zeit der Weinernte und am Ende vieler Wanderungen lockt die Möglichkeit, sich beim gemütlichen „Törggelen“ zu entspannen. Auch im Winter ist Südtirol durchaus wanderbar. Auf gut geräumten Wege wandern Sie durch ein schneebedecktes Märchenland.

Wandern im Gargano

Unberührte Natur, weiße, steil aufragende Felswände, malerische Dörfer, ein imposanter Naturpark, der Heimat von 60 % aller europäischen Orchideen ist, sowie die vollständige Abwesenheit von Massentourismus laden zum Wandern im Gargano, dem Sporn des italienischen Stiefels, ein.... Read more 

Auch für den Magen ist in Südtirol bestens gesorgt. Auf allen Wanderwegen – warten urige Gaststätten und Berghütten mit deftiger Küche auf die müden, aber glücklichen Wanderer.

 

Stadtwanderung in der Kurstadt Meran

 

Für den Anfang wollen wir es gemütlich angehen. Kultur, Architektur und Natur treffen sich in der Stadt Meran an jeder Ecke. Schon seit Jahrhunderten als Kurstadt bekannt, war sie stets Treffpunkt des europäischen Hoch- und Geldadels und der verschiedenen Künstler – auch Lebenskünstler – im Tross derselben.

Die historische Altstadt mit engen verwinkelten Gassen ist der eigentliche sprühende Mittelpunkt dieser Stadt. Die Laubengasse, einstmals die längsten Lauben von Tirol und Südtirol, bietet traditionelle Geschäfte, aber auch Designerläden, alt eingesessene Wirtsstuben mit südtirolisch rustikaler Küche und mittelalterliche Architektur mit Erkern und Torbögen, die neugierig machen, was sich wohl dahinter verstecken mag.

Die Stadtpfarrkirche St. Nikolaus am Ende der Laubengasse ist ein gotisches Bauwerk aus dem 14. und 15. Jahrhundert mit einem beeindruckenden 83 Meter hohen Turm, dem höchsten Kirchturm in Südtirol.

Durch das Boznertor, eines der drei erhaltenen mittelalterlichen Stadttore Merans, geht es über die mondäne Kurpromenade am Ufer der Passer entlang, vorbei an eindrucksvollen alten Bauwerken, die den Glanz von Merans Geschichte widerspiegeln, zum Kurhaus. Dieses genießt den Ruf, das schönste Jugendstilgebäude im Alpenraum zu sein.

Wer noch nicht genug von hochherrschaftlichen Bauten hat, besucht das Stadtviertel Obermais, östlich der Passer, mit seinen alten Villen und Schlössern, oft in verwunschenen aussehenden Gärten, wo schon die österreichische Kaiserin Elisabeth, die allseits beliebte Sissi, das milde Klima und subtropische Ambiente während ihrer Kuren in Meran genoss. Einen Einblick in die vielfältige Botanik der ganzen Welt bietet der botanische Garten von Schloss Trautmannsdorf, Sissis Ferienschloss, mit seinen 80 verschiedenen Garteninstallationen. Schloss Trautmannsdorf ist auch Sitz des Südtiroler Landesmuseums Touriseum.

Wie lange diese Tour dauert, kann niemand voraussagen. Das kommt ganz darauf an, wie oft Sie bei Auslagen stehen bleiben, Fassaden bewundern oder sich auf einer der vielen Bänke niederlassen. Nicht, weil Sie müde wären, sondern weil einfach alles so schön ist.

 

Meran

 

Von Perdonig / Eppan auf den Gantkofel

 

Diese Wanderung ist speziell für geübte, trittsichere Wanderer, die sich gerne ein bisschen anstrengen... wenn die Belohnung es nur wert ist. Der Gantkofel ist 1866 Meter hoch und ein äußerst beeindruckender Buckel mit schroffer Steilwand und Tannensaum. Die Wanderung beginnt in Perdonig einem kleinen verschlafenen Dörfchen in den Weinbergen westlich von Bozen. Neben Ruhe und viel Landschaft gibt es dort die trutzig aussehende St. Vigiliuskirche.

Vorbei an schmucken Häusern, blumenübersäten Wiesen, und sagenhaften Aus- und Durchblicken geht es auf einem erst recht gemütlichen Waldsteg bergauf. Nach etwa einer Stunde jedoch wird es anstrengend. Das Gelände wird immer steiler, an manchen Stellen gibt es Halteseile und gesicherte Steige um plötzlich aufragende Felswände herum. Diese zweite Stunde ist eine ziemlich anstrengende und schweißtreibende Herausforderung.

Doch dann erreichen Sie den Bergrücken des Mendelkammes und haben ein bisschen Zeit, sich zu erholen, bevor Sie in der 3. Stunde den letzten steilen Aufstieg zum Gipfelkreuz in Angriff nehmen.

Und dort sehen Sie... dass jeder einzelne Schweißtropfen sich gelohnt hat. Vor Ihnen liegt ein Panorama, das seinesgleichen sucht. Bozen und Meran gleichzeitig im Blickfeld, dazwischen kleine Dörfer, Hügel, Täler, Mosaike von Wiesen und Wäldern. Den Horizont bilden die Giganten. LatemarRosengarten, SchlernRittenIfinger - die Dolomiten. Ein Anblick zum atemlosen Innehalten.

 

Bozen

 

Waalweg im Vinschgau

 

Eine Besonderheit der Südtiroler Kultur stellen die Waalwege dar. Schon im 13. Jahrhundert begann man, Wasser von den Bergen, ja sogar von Gletschern, ins Vinschgauer Tal, einem der trockensten Gebiete Mitteleuropas, zu leiten, um die Felder der Bauern zu bewässern. Obwohl Berieselungsanlagen diese Aufgabe längst übernommen haben, sind die Waalwege dennoch gut gepflegt und dienen wanderfreudigen Südtirolern ebenso wie Besuchern als Ausflugswege ohne besondere Anstrengung.

Einen gemütlichen, zweistündigen Rundgang bietet der Leiten- und Bergwaal auf etwa 1100 Meter Höhe. Wer nicht mit dem Auto nach Schluderns anfährt, nimmt die Vinschgau Bahn von Meran aus, die sich 60 Minuten lang durch atemberaubende Natur schlängelt.

Gleich am Anfang der Wanderstrecke, oberhalb von Schluderns, liegt die hochmittelalterliche Churburg, deren Rüstkammer Weltruf genießt. Auch einen Besuch wert ist der Arkadengang im ersten Stock, der auf märchenhafte Weise die Geschichte der Burg und ihrer Besitzer symbolisch darstellt. Einst übermalt, wurden die Kunstwerke des Arkadenganges zu Beginn des 20. Jahrhunderts wieder freigelegt und Ende des Jahrhunderts komplett restauriert.

Zwischen oftmals bunten Wiesen hindurch wandernd erreicht man den Bergwaal der ins bewaldete Matschertal in Richtung Saldurbach, aus dessen Schlucht der Leitenwaal hervorgeht. Nach dem Überqueren der Schlucht führt der Rundwanderweg über Ganglegg zurück nach Schluderns.

 

Umwanderung der Drei Zinnen - Dolomiten

 

Für Liebhaber von spektakulären hochalpinen Landschaften empfiehlt sich die Umwanderung der Drei Zinnen, eine der markantesten Bergformationen Europas. Die Wanderung von der Südtiroler Seite beginnt auf dem Parkplatz der Auronzo Hütte auf 2320 Meter Seehöhe.

Von dort führt ein flacher Schotterweg rund um die drei annähernd 3000 Meter hohen Zinnen. Der Weg ist gepflastert mit Motiven, die jeden Fotografen in Ekstase versetzen. Gleich nach der Laredo Scharte präsentieren sich die drei Berge in ihrer bekannten Formation, mit 500 Meter hohen steil abfallenden Wänden und der Dreizinnenhütte im Norden.

Hier stehen Sie nun, umgeben von 2400 bis knapp unter 3000 Meter hohen Gipfeln und vergessen zu atmen. Dann zieht sich der Weg weiter durch Moränenschutt, vorbei an zwei Bergseen auf die andere Seite dieser Landmarke. Über die Westseite der Drei Zinnen führt der Rundweg zurück zum Ausgangspunkt, der Auronzo Hütte.

Obwohl in großer Höhe, sind keine nennenswerten Steigungen zu überwinden. Dennoch ist es wichtig, vor der etwa 4-stündigen Wanderung genaue Wetterinformationen einzuholen, denn in dieser Gegend kann das Wetter rasant umschlagen.

 

Drei Zinnen

 

Von Kaltern ins Naturschutzgebiet Montiggler Seen

 

Wer seine Wanderung mit einem Sprung ins Wasser verbinden möchte, ist mit dem Montiggl Biotop gut beraten. Eine gemütliche Wanderung, die vor allem im Frühling bezaubert. Ausgangspunkt ist Kaltern, die Marktgemeinde, die weltweit durch ihren Wein, den Kalterer See, berühmt ist. All die Männer mit Hut und blauen Schürzen, die Ihnen begegnen, sind Weinbauern in ihrer traditionellen Arbeitskleidung.

Am Marktplatz geht es los durch die graphisch wirkenden Formationen der Weinberge, vorbei an Apfelplantagen, hinein ins Frühlingstal. Wo die ersten grünen Triebe auf den Laubbäumen sprießen, unter sich die Märchenwiesen breit machen. Sämtliche pflanzlichen Frühlingsboten scheinen sich dort versammelt zu haben und leuchten mit der warmen Sonne um die Wette. Ein wildromantisches Tal, das an steileren Stellen mit Stufen bestückt durch das Montiggler Biotop, bestehend aus Laubwäldern und Moorlandschaft, zu den Montiggler Seen, den saubersten Seen Italiens, zieht.

Einmal den kleinen Montiggler See umrunden und weiter geht es zum Großen Montiggler See. Schon von Weitem blitzt sein karibisch-blaues Wasser wie eine Fata Morgana zwischen den Bäumen durch. Das Erlebnisbad „Lido“ wartet mit der längsten Wasserrutsche Südtirols auf. Dann geht es zurück zum Kleiinen Montiggler See.der vor allem bei den Einheimischen äußerst beliebt ist. Auch wegen der einladenden Jausenstation. Eine gute Gelegenheit, sich bei einer zünftigen „Marend“, dem typischen Südtiroler Nachmittagsimbiss, bestehend aus Brot, Bauernspeck, Käse, geräucherten Kaminwurzen und Aufstrichen, vor dem Rückweg zu stärken.

 

Kaltern

more blogs  
Sendet mir Neuigkeiten

Regelmäßig interessante Reiseinformationen erhalten

Cookies help us to continously improve your experience on this website.

Details ansehen