Poveglia - Die Seucheninsel. Auf den Spuren der gruseligen Geschichte Venedigs
 

Poveglia - Die Seucheninsel. Auf den Spuren der gruseligen Geschichte Venedigs

 
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Aber nur wenige wissen, dass es Orte gibt welche auch die andere - die düstere Seite - der berühmten Lagunenstadt zeigen. Die Rede ist von Poveglia, einer ca. 7,5 ha großen Insel. Gelegen in der malerischen Lagune ist er eigentlich problemlos mit dem Schiff zu erreichen. Trotzdem besteht bislang ein Besuchsverbot für Touristen. Ob dieses vielleicht tatsächlich der düsteren Vergangenheit dieser kleinen Insel geschuldet ist?

Poveglia, das bereits im 9. Jahrhundert besiedelt wurde, hatte schon von Beginn an eine herausragende Bedeutung für Venedig. Adlige Familien ließen sich hier nieder und konnten ihren übermächtigen Einfluss auf die Lagunenstadt erfolgreich bis ins 14. Jahrhundert durchsetzen. Dann wurden die Bewohner der Insel vertrieben und die Insel war ab dann unbewohnt. Um einen Nutzen für Poveglia zu finden wurde dort dort durch den Stadtrat per Dekret eine Schiffswerft und ein Lager errichtet. Allerdings blieb die Insel trotz aller Bemühungen weitestgehend unbewohnt.

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Dies führte dazu, dass Anfang des 17. Jahrhunderts dem Antrag auf Errichtung eines Krankenhauses stattgegeben wurde. Da mit den ersten Kranken auch gleichzeitig erste Fälle der Pest bekannt wurden, riegelte man die Insel komplett ab. Poveglia wurde somit zu einer Pestkolonie Venedigs. Diese Funktion behielt die Insel dann auch ,mit kurzzeitiger Nutzung als Militärhafen, bis ca.1822 bei. Durch die Nutzung von Poveglia war es den Bewohnern Venedigs möglich die Pest zu begrenzen und ein übergreifen auf die gesamte Stadt zu verhindern. Das führte natürlich dazu dass die Opfer der Pest auf der Insel begraben werden mussten. Im laufe der Jahre gab es soviele Tote das Stimmen gibt die sagen das 50% des Inselbodens aus menschlichen Überresten bestehen. Auf der Insel ist noch heute ein Gedenkstein aus dem Jahr 1793 zu finden auf dem steht. ”Nicht graben,hier ruhen die, die an der Ansteckung starben.”

Selbst der Zeit, als die Pest aus Europa zu verschwinden begann konnte die Insel Ihrem dunklen Schicksal nicht entfliehen. Poveglia wurde zueinem Unterbringungsort für Gelbfieber- und Cholerakranke. Ab 1922 wurde auf der Insel ein Alters- und Siechenheim errichtet. Unbestätigten Überlieferungen zufolge soll hier ein Doktor seine Patienten gefoltert, mißhandelt und getötet haben und dann selbst vom Glockenturm des Heimes gestürzt (worden?) sein. Heute ist die Insel Eigentum des Italienischen Staates. Sie ist menschenleer und erfüllt weder für die Gesundheitsbehörden noch für das Militär weitergehende Funktionen.

2016 gab es erste Gerüchte über Geister nachdem 5 Touristen die die Insel widerrechtlich betraten und nach Ihrer Rückkehr von Geistererscheinungen berichteten. Beste Grundlage für den demnächst erscheinenden Film “Der Seuchendoktor”. Ein Psycho-Thriller der in Venedig spielt und in seiner Story inspiriert wird durch die historische Gestalt des Seuchendoktors, der Venezianischen Maske und - der Insel Poveglia.

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