Italiens Weine - wonach urteilt man beim Kauf?
 

Italiens Weine - wonach urteilt man beim Kauf?

 
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Es ist nicht so einfach einen italienischen Wein zu kaufen. Die Auswahl ist so groß,dass man sich da leicht verlieren kann. Italien ist der Weinproduzent Nummer 1 in der Welt, und die Wirtschaft des Landes stützt sich zu einem großen Teil auf den Anbau von Wein. Der Wein ist fester Bestandteil italienischer Kultur und über die vielen italienischen Restaurants im Ausland, ist er auch in die ganze Welt gezogen, zusammen mit Pizza, Pasta und Insalada. Die Italiener kennen ihre Weine, und auch wir lieben sie. Doch wie stellt man den Einkauf am intelligentesten an, um den Wein seines Geschmacks zu finden?

Eine Reise durch Italien ist wie eine kulinarische Ansichtskarte, oder wie der gut bestückte Weinkeller eines alten italienischen Landguts. Von der Toskana über Chianti, Trentino über Sizilien, Apulien und Barolo über Bardolino zu Spumante, jede einzelne der 21 italienischen Regionen hat ihre eigenen Rebflächen, ihre eigenen Rebsorten, die Toskana derer zwei und das Piemont vier Regionen, die mit eigenen Weinen aufwarten. Genauso diversifiziert wie das Land Italien selbst, zwischen den Gletschern der Alpen und dem Mittelmeer, sind auch die Weine, denn keiner schmeckt wie der andere.

Wandern im Gargano

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Eine Faustregel für den Käufer dürfte die jeweilige Region jedoch schon an die Hand geben, welche das Bukett, die Tiefe und den Geschmack angeht. Denn je weiter nördlich die Weinregion,desto eleganter ist das Bukett, fährt man jedoch in den Süden, dann findet man unter der heißen italienischen Sonne die schweren Weine, Doch, wenngleich dies als Faustregel gelten kann, gibt es doch recht große Abweichungen.

Beim Kauf schaut man zunächst auf die Traubenart - diese wird auf dem Etikett angegeben sein. Und dann ist die Region wichtig, denn die verschiedenen Regionen verarbeiten die Trauben sehr wahrscheinlich unterschiedlich. Anhand dieser beiden Informationen plus dem Alkoholgehalt, hoch oder niedrig, und auch dem Preis (Tafelwein oder edler Tropfen) kann man erkennen, ob es sich um einen hochwertigen Rotwein handelt, oder Weißwein, oder um einen Tafelwein oder Dessertwein.

Die Weine des Piemont

Piemont, im Nordwesten Italiens gelegen, entspricht dieser Regel, aus dem Südwesten des Piemont kommen die leichten aber lieblichen Weine wie der Moscato d’Asti und der Asti Spumante aus der würzigen Moscato-Traube. Auch die Arneis-Traube hat in dieser Region ihre Heimat. Diese Rebe, auch als Barolo Bianco bekannt, war bis vor nicht allzu langer Zeit vom Aussterben bedroht. Im Dialekt dieser Region des Piemont bedeutet Arneis “Kleine Schwierige”, und die Kleine Schwierige wurde lange Zeit vernachlässigt. Seit den 90er Jahren wird sie jedoch wieder gepflegt und aus ihr entstehen unter anderem die köstlichen Weine Roero Arneis und Langhe Arneis, Weißweine mit saftigem frischem, und vollmundigem Geschmack, die sich jedoch sehr von ähnlichen Weißweinen abheben, mit einer besonderen Note von fruchtigem Paprika und Wiese. Ein sehr eigener Wein, den man schnell schätzen lernt. Aus dem Piemont stammt auch die rote Rebsorte Barbera, diese Traube ist sehr kräftig und kann für einen Wein mit Alkoholgehalt von bis zu 14 % sorgen. Die tiefrote Traube hat ein ausgeprägtes Pflaumenaroma. Interessant ist, dass aus dieser kräftigen Traube, viel häufiger noch als schwere Weine, leichte spritzige Sommerweine hergestellt werden.

Weine aus der Toskana

Die Toskana hat seit jeher qualitativ hochwertige Weine hervorgebracht. Die Weine aus dieser Region sind z.B. der Brunello di Montalcino, der Montepuliciáno mit dem eleganten Vino Nobile und dem etwas simpleren Rosso, auch der Chianti, den ein jeder kennt, kommt aus der Region Chianti in der Toskana.

Es kommen nicht nur Rotweine aus der Toskana, jedoch sind die meisten Weine fruchtige bis schwere rote Tropfen. Die Region Monferrato bringt sehr gehaltvolle, fruchtige und frische Weine hervor, die in den letzten Jahren sehr populär wurden, was sich ein wenig auch am Preis abzeichnet, doch dieser Wein, komplex und dennoch subtil lohnt die Ausgabe.

Sucht man einen Tafelwein von hoher Qualität, so muss man auch nicht weiter suchen, denn aus der Toskana kommen die Super Tuscans, Tafelwein von exzellenter Qualität, die ihresgleichen suchen. Und für den Preis eines gewöhnlichen Tafelweins zu haben sind.

Sizilien - unter heißer sizilianischer Sonne

Lobend hervorzuheben sind die Regionen Apulien und Sizilien, seit man sich darauf besonnen hat, die Massenerzeugung zugunsten der Herstellung eines Qualitätsweines aufzugeben. Sizilien war einst ein Paradies für die Liebhaber süßer schwerer Weine und Dessertweine. Dies ist es auch immer noch, doch heute findet man sehr verstärkt auch andere Klassen Wein. Die Trauben Siziliens sind in aller Munde, die meisten Namen hat man schon einmal gehört wie Frappato, die mit dem reichen Bouquet, Nerel, die helle, würzige, die im Vulkangebiet des Etna angebaut wird, oder die süßen, aromatischen Trauben Inzolia und Grillo, aus denen der Desserwein Marsalla hergestellt wird.

Die Weine Siziliens kann man nicht über einen Kamm scheren, doch sie alle kommen aus heißer Erde, und, selbst wenn sie fruchtig und leicht sind, mit vollem Aroma.

Apulien - an der Adria und dem ionischen Meer

Sangiovese ist die häufigste Rebsorte in Italien, und sie ist eine der drei Trauben, die in Apulien dominieren, zusammen mit Negroamaro und Primitivo.

Die Rebsorte Primitivo ist vielen Weinliebhabern eher als Zinfandel aus Kalifornien bekannt, denn von dort wurde sie in aller Welt berühmt gemacht. Nelken-, Zimt- und Waldfrüchte dominieren das Aroma dieser Weine. Sangiovese findet Verwendung in Chianti ist daher nicht so typisch für Apulien, sondern wird in ganz Italien angebaut.

Die älteste Traube der Region Apulien ist der Negroamaro, sie wird bereits seit Jahrtausenden angebaut. Der Negroamaro findet Verwendung in Rotweinen und in Rose, mit dem Aroma von Früchten und Nelken. Sowohl der Rose als auch der Rotwein haben eine Mindestlagerungsezeit von 8 Monaten. Bei manchen Winzern findet man jedoch Weine, die standardmäßig eine Reifezeit von mindestens vier Jahren haben.

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