Italiens unbekannte Inseln
 

Italiens unbekannte Inseln

 
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Inselliebhaber, die die großen italienischen Inseln Sizilien, Sardinien und Elba bereits kennen, suchen vor allem Ruhe und Entspannung auf Italiens unbekannten Inseln.

Bei über 200 Inseln, viele davon entstanden durch vulkanische Aktivitäten unter dem Meeresspiegel, ist die Auswahl an italienischen Inseln, die noch nicht jeder kennt, ziemlich groß.

Wandern im Gargano

Unberührte Natur, weiße, steil aufragende Felswände, malerische Dörfer, ein imposanter Naturpark, der Heimat von 60 % aller europäischen Orchideen ist, sowie die vollständige Abwesenheit von Massentourismus laden zum Wandern im Gargano, dem Sporn des italienischen Stiefels, ein.... Read more 

Wie für ganz Italien gilt auch für diese Inseln, dass sie sich im Frühling, Frühsommer und Herbst von ihrer schönsten und ruhigsten Seite zeigen. Tourismus spielt sich nur im Hochsommer ab.

 

La Maddalena

 

An der Nordspitze der Insel Sardinien bilden fast 60 kleinere und sieben größere Inseln das La Maddalena Archipel. Die gesamte Inselgruppe ist Nationalpark und geomarines Schutzgebiet.

Unzählige idyllische Buchten, die großteils nur mit Booten zugänglich sind, glasklares Wasser und eine reiche Unterwasserwelt machen das La Maddalena Archipel zu einem Traumziel für Strand- und Wasserenthusiasten.

Der Ort La Maddalena am südlichen Ende der größten Insel ist ein mittelalterliches Kleinod mit engen Gassen und schönen Piazzas im Stadtkern und mit einer palmengesäumte Uferpromenade, die vor Leben sprüht.

Eine Brücke verbindet La Maddalena mit der Nachbarinsel Caprera, ein spärlich bewohntes Naturidyll, Lieblingsaufenthalts- und Todesort des italienischen Nationalhelden Giuseppe Garibaldi. Phantastischen Badebuchten mit glasklarem Wasser in den unglaublichsten Schattierungen von Blau und Türkis, bizarr in die grüne Baum- und Buschlandschaft eingestreute Granitfelsen machen Lust auf Schwimmen, Wandern und Radfahren.

 

Procida

 

Im Schatten der beiden bekannten Insel-Schwestern Ischia und Capri herrschen auf der kleinsten Insel im Golf von Neapel Ruhe und Gelassenheit. Im Hafen Marina Grande tobt die ganz normale italienische Geschäftigkeit. Bunte Häuser ziehen sich malerisch den Vulkankrater hoch, am Gipfel thront die Kirche Santa Maria delle Grazie. Der Ort diente als Kulisse des Films „Der Postmann“, einer Geschichte über die Freundschaft zwischen Pablo Neruda und seinem salinischen Briefträger.

Die Aussicht auf den Ortsteil Corricella, ein Fischerdorf, belohnt für den schweißtreibenden Aufstieg den Vulkankrater hoch. Dahinter reihen sich Gärten mit Weinreben und diversen Zitrusbäumen, die vor allem zur Blütezeit im Mai und Juni ihren unglaublichen Duft über die ganze Insel verströmen.

Zurück im Hafen locken Bars und Restaurants zum Hinsetzen und Ausruhen und Beobachten. Fisch, Muscheln und Meeresfrüchte in allen Varianten, alles frischest gefangen, steht auf jeder Speisekarte. Kulinarisch Abenteuerlustige bestellen die Inselspezialität, Pasta mit Seeigel. Und rundherum tobt das italienische Leben.

In Procida kreist das Leben ums Meer, und die Leute am Meer feiern auch gerne. Vom 26. bis 28. Juli findet alljährlich die Sagre del Mare mit ihrem Höhepunkt, der Wahl der „Graziella“, der typischen Frau von Proceda, statt. Graziella geht zurück auf die gleichnamige Novelle von Alphonse de Lamartine.

Ein weiteres wichtiges Inselereignis bildet die landesweit berühmte Karfreitagsprozession, während der die „Misteri“, biblische Figuren, von der Bevölkerung in Originalkleidung von Terra Murata bis Marina Grande getragen werden.

 

Vulcano

 

Was mögen Inselfans noch lieber als Inseln? Inseln mit Vulkanen. Vulcano liegt im Norden der größten Insel Italiens, Sizilien, und ist eine der sieben Liparischen oder Äolischen Inseln. Zu Zeiten der alten Römer Wirkstätte von Vulcanus, dem Gott des Feuers und der Schmiedekunst. Vulcanus ist auch heute noch sehr feurig auf seiner Insel.

Es dampft, es blubbert und... es stinkt. Durch den ständigen Wind scheint die Insel wie mit einer Schwefelglocke umweht zu sein. Doch wahre Vulkanenthusiasten lieben diesen Duft. Schon die alten Griechen und Römer reisten nach Vulcano. Einerseits wegen seiner Schätze, Obsidian und Schwefel, andererseits wegen der heilenden Eigenschaften des vulkanischen Klimas.

Das Schlammbad Vasca di Fanghi ist nicht nur äußerst entspannend, sondern auch phantastisch für die Haut und wirkt schmerzlindernd. Das Schlammloch verdankt die Insel einer Probebohrung für ein geothermisches Kraftwerk, das nie entstanden ist. Gleich hinter dem Fangobad ragt der vielfarbig schimmernde Felsen Faraglione empor,

Wie im Bilderbuch steigen im Gran Cratere Fumarolen von heißen Schwefeldämpfen au weiß-gelb verkrusteten Löchern auf. Nur die Hitze steht zwischen Dir und dem 400 Meter hohen Vulkan. Doch wer sich überwinden kann, wird mit einer atemberaubenden Aussicht belohnt.

 

Salina

 

Nur einen kleinen Inselhüpfer von Vulcano entfernt findest Du das absolute Kontrastprogramm. Den zahlreichen Süßwasserquellen verdankt die Insel den Beinamen „die Grüne“. Auch vulkanischen Ursprungs, doch längst erloschen, präsentieren sich die Kegel der beiden Zwillingsvulkane im satten Grün von Bäumen und Kräutern. Um diese pflanzliche Vielfalt zu erhalten, steht die gesamte Insel unter Naturschutz. Angebaut werden vor allem Malvasiatrauben und die angeblich besten Kapern der Welt. In Malfa gibt es alljährlich in der ersten Juniwoche ein Kapernfest, Sagra del Cappero. Gefeiert wird in alten Trachten und mit traditioneller Musik.

Die Schönheiten der Insel lassen sich am besten auf den 13 Wanderwegen in und um die Vulkane erlaufen. Korkeichen, Steineichen, Pinien und Farne, dazwischen leuchtender Ginster und zarte Mohnblumen. Die Tierwelt bietet Siebenschläfer, Eleonoren- und Turmfalken und einige inseltypische Eidechsen.

Die Strände der Insel sind rar und schwarz. Glatt geschliffene Vulkansteine liefern mit ihrem melodiösen Geklicker und Geklapper die Hintergrundmusik. Der Strand von Pollara war der 2. Schauplatz des 1994 gedrehten Filmes „Der Postmann“.

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