Italien mit dem Zug entdecken
 

Italien mit dem Zug entdecken

 
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Italien mit dem Zug entdecken ist eine echte Alternative zu einer Reise mit dem eigenen Auto. Ein ausgezeichnet ausgebautes Eisenbahnnetz, zum Teil mit rassigen Hochgeschwindigkeitszügen ausgestattet und der entspannte Blick auf die wechselnden italienischen Landschaften punkten gegenüber teuren Autobahngebühren, Mangel an Parkplätzen in den Städten und dem bekannten Chaos im italienischen Verkehr.

Wer im Voraus online bucht kann dabei eine Menge Geld sparen. Denn Züge sind in Italien nicht nur schnell und bequem, sondern auch vergleichsweise billig, dazu noch, vielleicht ein bisschen unerwartet, relativ pünktlich. Mit dem online gekauften Super Economy Tarif kannst Du beispielsweise für nur € 19.90 mit einem Hochgeschwindigkeitszug in knapp 1 ½ Stunden von Florenz nach Rom „fliegen“.

Wandern im Gargano

Unberührte Natur, weiße, steil aufragende Felswände, malerische Dörfer, ein imposanter Naturpark, der Heimat von 60 % aller europäischen Orchideen ist, sowie die vollständige Abwesenheit von Massentourismus laden zum Wandern im Gargano, dem Sporn des italienischen Stiefels, ein.... Read more 

Natürlich kannst Du Deine Fahrkarte auch vor der Abfahrt auf dem Bahnhof lösen, denn die Züge sind selten voll besetzt. Dann musst Du allerdings etwas tiefer in die Tasche greifen, als beim Vorverkauf, doch trotzdem sind Züge in Italien um einiges billiger als in Deutschland oder Österreich.

Verschiedene Webseiten bieten diese Frühbucher Tickets mit bis zu 60 % Rabatt an. Italienische-Bahn.de gibt es auch auf Deutsch während italiarail.com nur eine englische Webseite hat. Wenn Du jedoch zu zweit oder mit mehreren Freunden unterwegs bist, kann Italiarail sogar billiger kommen. Italiarail verrechnet eine Buchungsgebühr von € 3.50, die Du jedoch zurück bekommst, sobald Du eine Mail mit Deiner PNR an seat61@italiarail.com schickst.

 

Das Zugsmaterial

 

Das dichte italienische Streckennetz umfasst regionale Züge, welche die kleineren Orte miteinander verbinden, Reservierung oder Vorausbuchung sind nicht nötig. Kinderkarten gibt es bis 12 Jahre. Zu den nationalen Zügen gehören auch die gefragten High-Speed Züge

  • Frecciarossa, der Rote Pfeil, der Italien von Nord nach Süd verbindet
  • Frecciargento, der silberne Bruder, der die wichtigsten Städte Norditaliens abdeckt und
  • Frecciabianca, die weiße Schwester, die Nordost-Italien mit dem Süden verbindet.

Das Hochgeschwindigkeitsnetzwerk verbindet die wichtigsten Städte Italiens Neapel, Rom, Florenz, Mailand, Turin & Venedig mit Zügen im mindestens Stundentakt.

Außerdem gibt es InterCity Züge und die Schlafwagenzüge InterCity Notte (ICN). Auf nationalen Linien gilt die Kinderkarte bis 15 Jahre, auf allen italienischen Zügen gilt freie Fahrt für Kinder unter 4 Jahren.

Adrenalinjunkies lieben italienische Züge. Sie sehen nicht nur schnell aus, sie sind auch schnell. Der Frecciarossa, der Ferrari unter den italienischen Zügen erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von fast 400km/h und das zum ganz normalen Preis mit allem nur vorstellbaren Komfort. Einzige Voraussetzung ist die Buchung mit Platzreservierung im Voraus.

 

Wie sieht es in Italien mit Bahnpässen aus?

 

Interrail für europäische Staatsbürger und der Eurail Pass für Nicht-Europäer gelten natürlich auch in Italien, doch ist es empfehlenswert erst mal den Rechenstift zu spitzen. Durch die günstigen Angebote von Trenitalia ist es höchstens für Jugendliche unter 27 Jahren rentabel, den Bahnpass in Italien zu verwenden. Besser, Du buchst online ein Economy oder Super Economy Ticket zum günstigen Vorverkaufspreis und sparst Dir Deine Reisetage für ein anderes Land auf. Vor allem, weil auf praktisch allen nationalen Zügen eine zusätzliche Reservierungsgebühr von 10 € anfällt.

 

Die tollsten Zugstrecken in Italien

 

Dass Italien eines der schönsten und abwechslungsreichsten Länder der Welt ist, steht außer Zweifel. Doch gibt es gerade auf der Schiene ein paar Kleinode zu entdecken, die einmalig auf der Welt sind.

 

Vom Norden nach Sizilien

 

Wie wäre es mit einem Schlafwagenzug von Mailand nach Palermo, Catania oder Syrakus? In bequemen Abteilen für 1 bis 4 Personen braust Du durch die Nacht bis Villa San Giovanni, der Fährstation für Sizilien. Im Zug gibt es zwar Essen und Getränke, doch wie üblich sind diese relativ überteuert, also vergiss nicht, ein schönes italienisches Picknick einzupacken. In Villa San Giovanni steigst Du nicht wie üblich aus, gehst auf die Fähre und steigst auf der anderen Seite wieder in den nächsten Zug ein, sondern der ganze Zug wird auf die Fähre verladen. Ein ganz besonderes Abenteuer, dass man weltweit nicht mehr oft erleben kann. Natürlich darfst Du aus dem Zug aussteigen und an Deck gehen um Seeluft zu schnuppern. Jedenfalls kommst Du gut ausgeruht am Ziel an und hast dabei auch noch die Kosten für eine Übernachtung gespart. Wer diese Reise bei Tag macht, muss auf jeden Fall für Essen und Trinken vorsorgen, denn es gibt im Zug weder Speise- noch Imbisswagen.

 

Rund um den Ätna

 

Das wichtigste Wahrzeichen Siziliens ist der Vulkan Ätna und auch da hat die Bahn etwas ganz Spezielles im Programm: Die Rundreise um den Vulkan, die Circumetnea. Früher war Sizilien von einem dichten Netz an Schmalspurbahnen überzogen. Die Ferrovia Circumetnea, im lokalen Sprachgebrauch Littorino genannt, ist das letzte noch übrig gebliebene Relikt dieser 950 mm Spurbahn. Der Zug beginnt in Catania am Borgo Bahnhof und endet in Riposto. Dies ist zwar keine volle Umrundung des Ätna, des größten und aktivsten Vulkans Europas, doch an der Vervollständigung des Rundkurses wird gearbeitet. Jedenfalls bietet diese Strecke spektakuläre Aussichten auf Weinberge, Kastanien- und andere Wälder und die morbide Schönheit der Vulkanlandschaft. In der mittelalterlichen Stadt Randazzo, die völlig aus Lavastein gebaut ist, kannst Du einen Zwischenstopp einlegen und eventuell auf die Vulkanspitze wandern. Im Vorbeifahren flitzen allerhand exquisite alte Wehrtürme, Burgen und normannische Schlösser vorbei. Den Horizont beherrschen die ins Meer abfallenden Hänge des Ätna. Eine zweistündige Fahrt, die keine Sekunde langweilig ist.

 

Rund um den Vesuv

 

Auch der Vesuv, Italiens zweiter aktiver Vulkan kann per Bahn umrundet werden. Der Zug fährt in Neapel vom Hauptbahnhof Stazione Centrale ab und endet nach etwa einer Stunde in Sorrent. Unterwegs passierst Du die antiken Städte Pompeji (Station Pompeii Scavi - Villa di Misteri) und Herculaneum (Station Ecolano), deren Ausgrabungen zu den beeindruckendsten Sehenswürdigkeiten im Golf von Neapel zählen. Die ganze Fahrt beeindruckt mit wechselnden Aussichten auf den tollen Vulkan von allen Seiten. Einmalig, die Kombination von ewigem Schnee, erstarrter Lava und dem unglaublichen Blau des Mittelmeers.

 

Die Cinque Terre mit der Bahn erfahren

 

Eine besonders schöne Ecke befindet sich im Nordwesten Italiens, nahe der Hafenstadt La Spezia, die Cinque Terre, ein UNESCO Weltkulturerbe und Nationalpark an der italienischen Riviera. Eigentlich sind es nur 5 Dörfer, die jedoch nicht per Straße miteinander verbunden sind, daher so weit voneinander entfernt erscheinen, wie Länder. Autofahrer müssen sich zu jedem Dorf einzeln hinunter quälen und dann natürlich wieder zurück hoch, um ins nächste Tal zu fahren. Die Straßen sind eng und kurvenreich und natürlich gibt es in den kleinen, an der Felswand klebenden Dörfern keine Parkplätze. Eine perfekte Alternative bietet hier die Bahn. Durch 32 Tunnels führen die Schienen an der spektakulären Steilküste entlang und der Zug hält in jedem der fünf Dörfer Monterosso al Mare, Vernazza, Comiglia, Manarola und - eines der buntesten Dörfer der Welt – Riomaggiore.

(foto: Trenitalia)

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