Die Grotto Mangiapane - eine Zeitreise vom Jungpaläolithikum in die Moderne
 

Die Grotto Mangiapane - eine Zeitreise vom Jungpaläolithikum in die Moderne

 
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Wer zu Weihnachten etwas ganz Besonderes erleben möchte, dem sei die Grotto Mangiapane ans Herz gelegt, eine Höhle, die sich in rund 18 km Entfernung von Trapani, an der Westküste Siziliens befindet und welche ein historisches Dorf beherbergt, das seit fast 70 Jahren unberührt geblieben ist.

Doch bevor wir genauer darauf eingehen, warum sich gerade zur Weihnachtszeit und um Neujahr ein Abstecher dorthin lohnt, wollen wir einen Blick auf die Geschichte der Höhle werfen, die nicht nur häufig die Titelseiten vieler Magazine, wie zum Beispiel des National Geographic ziert, sondern auch ein beliebter nationaler und internationaler Spielfilmdrehort ist.

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Von der Altsteinzeit bis heute

 

Die in der abgelegenen Höhle gefundenen Keilwerkzeuge, Schnitzereien und Wandmalereien, welche erstmals im Jahr 1870 bei einer Expedition von Guido Dalla Rosa entdeckt wurden, lassen darauf schließen, dass die Höhle bereits vor rund 20.000 Jahren, das heißt, während des Jungpaläolithikums, besiedelt gewesen sein muss.

In seinem Buch „Ricerche paleontologiche nel litorale di Trapani“ (Parma 1870) beschreibt Dalla Rosa seine Eindrücke und die Bauten wie folgt: „Als ich es zum ersten Mal sah, war ich von diesem Wunder fasziniert. Die Größe und die Höhe dieser Höhle, in welcher fünf kleine, zweistöckige Häuser, zwei Lager und zwei Ställe erbaut wurden, sind beeindruckend. Fünf Familien, alle miteinander verwandt, lebten dort glücklich und unbeschwert, weit ab vom Lärm unserer Städte. Alle haben uns bei unserer Forschung geholfen und später saßen wir zusammen, um eine leichte Mahlzeit einzunehmen.“

Was sich allerdings bis zum 18. Jahrhundert ereignete, konnte auch Dalla Rosa nicht ergründen. Sicher ist aber, dass die Höhle, im 18. Jahrhundert von einer ortsansässigen Großfamilie namens Mangiapane bezogen wurde, welche dort bis zum Zweiten Weltkrieg lebte, und nach der die Höhle benannt wurde.

In den darauffolgenden Jahren kümmerte sich nur noch ein übrig gebliebenes Familienmitglied um den Erhalt der darin erbauten Häuser, bis sich die Gemeindeverwaltung der Höhle annahm und ein Freilichtmuseum errichtete.

 

 

Kulturelles und Veranstaltungen

 

Insbesondere in der Zeit vom 18. Dezember bis zum 8. Januar erwacht die Höhle zu neuem Leben, da die Museumsleitung neben einem Krippenspiel mit vielen ortsansässigen Laiendarstellern auch Konzerte, Ausstellungen und einen altertümlichen Handwerkermarkt mit mehr als 160 Kunsthandwerkern in und um die Höhle herum veranstaltet.

Nähere Informationen und Eintrittspreise zur obigen Veranstaltung können Sie der Website des Freilichtmuseums (http://www.presepeviventedicustonaci.it/index.php) entnehmen.

 

Weitere Sehenswürdigkeiten und Umgebung

 

Doch auch außerhalb der Veranstaltungszeiten bietet sich ein Besuch der 80 Meter hohen Höhle nahe des Naturschutzgebietes Monte Cofano an, das nicht nur für seine Fauna und Flora bekannt ist, sondern auch für seine langen, menschenleeren Strandabschnitte. Darüber hinaus befindet sich im nahe gelegenen Örtchen Custonaci eine 500 Jahre alte Kirche mit einer Originalfassade und einer farbenfrohen barocken Ausstattung. Einen ganz kleinen Tipp haben wir aber noch für Sie, denn die Grotto Mangiapane ist nur eine von insgesamt neun Höhlen in Custonaci und vielleicht begeben Sie sich auf die Spurensuche nach den weiteren acht Höhlen, um ein paar einzigartige Fotos aufzunehmen.

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