Das Valle dei Mulini (Mühlental) – einer der sonderbarsten Orte in Italien
 

Das Valle dei Mulini (Mühlental) – einer der sonderbarsten Orte in Italien

 
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Das Valle dei Mulini, ein echter Geheimtipp unter Insidern, lässt die Herzen so manches Italienkenners höher schlagen, denn kaum ein anderer Ort in Italien besticht mit solch schaurig schöner Geschichte, üppiger Flora und Fauna und atemberaubendem Ausblick.

Doch Stopp, heute entführen wir Sie nicht in das in den Dolomiten gelegene Mühlental, sondern in das im Süden unterhalb von Pompeji gelegene Valle dei Mulini bei Amalfi, dessen Besuch Sie auf keinen Fall versäumen sollten, falls Sie sich schon in Neapel befinden, da sich das Tal über die A3 in nur anderthalbstündiger Fahrzeit erreichen lässt.

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Geschichtliche Hintergründe

 

Naturgeschichtlich entstand das Tal vor ca. 35.000 Jahren durch eine riesige Eruption, bei der nicht nur ein gewaltiger Riss in diesem massiven Fels entstand, sondern auch große Teile des Mittelmeerraums verwüstet wurden.

Einige Jahrhunderte später begannen die Bewohner der Region sich die Vorteile des stetigen Wasserflusses zunutze zu machen und errichteten bis in das 13. Jahrhundert verschiedene Mehlmühlen, um die schnell wachsenden Küstenstädte wie Sorrento und Neapel mit Weizenmehl zu versorgen. Ihnen folgten verschiedene Sägewerke, Eisenhütten und sogar ein Waschhaus.

Als in den 1940er Jahren, nach der zunehmenden Industrialisierung in den 1920er Jahren, die wesentlich effektiver arbeitenden und modernen Pastamühlen rund um Sorrento und in anderen Teilen Italiens wie die Pilze aus dem Boden schossen, wurden die alten Mühlen stillgelegt und ihrem Dornröschenschlaf überlassen.

Heutzutage besticht das Tal mit seinen sattgrün überwucherten und halb verfallenen Gebäuden nicht nur Wanderer, sondern auch Naturliebhaber und Fotografen, die auf der Suche nach einzigartigen Motiven sind.

 

 

Der schnellste Weg

 

In Amalfi angekommen, sollten Sie sich nicht von den verschiedenen Bezeichnungen des Tals und seiner Wanderwege verwirren lassen, da die Einheimischen das Tal nicht nur als Valle dei Mulini, sondern auch als Valle delle Ferriere und Torre del Ziro bezeichnen.

Am leichtesten finden Sie den Eingang zum Tal, indem Sie vom Stadtzentrum Amalfis hinauf zum Museo della Carta laufen und dort, mit dem Rücken zum Museum stehend, linker Hand ca. 50 Meter seitlich des Museums auf einen schmalen, gepflasterten Pfad in Richtung Pontone abbiegen. Im Verlauf des anfangs von Zitronenplantagen gesäumten Pfades passieren Sie einige alte verlassene Gebäude und später eine Vielzahl verschiedener Papier- und Mehlmühlen, wobei Sie das stetige Rauschen des Canneto-Flusses im Tal begleitet.

Hier und dort gibt der steil aufsteigende Pfad nun auch den Blick durch die Blätter der Bäume auf verschiedene Stromschnellen und einige beeindruckende Wasserfälle frei, wobei ein Wasserfall dem nächsten folgt.

In Pontone angekommen, haben Sie nun mehrere Möglichkeiten, um wieder nach Amalfi zurückzukehren. Falls Sie sich nach dem Aufstieg noch fit genug fühlen, können Sie über einige Treppen wieder nach Amalfi heruntersteigen. Falls Sie Ihren Beinen nach dem steilen Aufstieg und dem beeindruckenden Naturschauspiel lieber eine Pause gönnen möchten, schwingen Sie sich einfach in den mehrmals täglich zwischen Pontone und Amalfi verkehrenden Bus.

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