Borobudur Tempel
 

Borobudur Tempel

 
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Lage und Bedeutung:

Die buddhistische Tempelanlage Borobudur befindet sich in Zentral-Java, Indonesien, 25 km nordwestlich von Yogyakarta, in der fruchtbaren Kedu-Ebene. Diese wird von vier gewaltigen Vulkanen eingerahmt, den Zwillingsvulkanen Mount Sumbing und Mount Sundoro im Westen, sowie Mount Merbabu und Mount Merapi im Osten. Borobudur entstand im 8 Jahrhundert n.Chr. und zählt heute als UNESCO Weltkulturerbe zu den größten und bedeutendsten historischen Denkmälern der Welt. Jährlich lockt es tausende Touristen aus der ganzen Welt an und gilt als wichtige Pilgerstätte für Buddhisten aus Indonesien.

Geschichte und Wiederentdeckung:

Die Erbauung Borobudurs dauerte 75 Jahre und wurde um 825 n.Chr. fertiggestellt. Bis heute ist ungeklärt, von wem und zu welchem Zweck Borobudur erbaut wurde. Man vermutet, dass die Tempelanlage zu Zeiten der Sailendra-Dynastie religiösen Zwecken gedient hat. Es wirft noch heute viele Rätsel auf, warum Borobudur nach eineinhalb Jahrhunderten verlassen wurde. Historiker mutmaßen, dass durch Massenkonversionen zum Islam das Interesse an der buddhistischen Kultur verloren ging oder dass wiederholte Vulkanausbrüche die Bevölkerung vertrieben haben. Jahrhundertelang lag der Tempelkomplex versteckt unter Schichten von Vulkanasche, überwachsen vom dichten Dschungel Javas. Die Geschichten der Einheimischen über einen verborgenen Tempel tief im Dschungel weckten Anfang des 19 Jahrhunderts das Interesse des britischen Gouverneurs Thomas Stamford Raffles. Seine Gefolgsleute entdeckten Borobudur wieder, woraufhin die Freilegung des Tempelkomplexes begann. Nach einigen dunklen Jahren, in denen Borobudur Opfer skrupelloser Schatzjäger wurde, erkannte man seine große Bedeutung für die Geschichte des Buddhismus. Die UNESCO begann 1956 die komplette Restauration der Tempelanlage und erklärte sie 1991 zum UNESCO Weltkulturerbe. Heute ist Borobudur eine große Touristenattraktion und wird von Buddhisten weltweit als bedeutende Pilgerstätte verehrt.

Aufbau der Tempelanlage

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Borobudur steht auf einer Basis, die 118 m an jeder Seite misst. Auf sechs übereinander gebauten quadratischen Terrassen, die durch Treppen miteinander verbunden sind, kann man Buddhas Leben und seine Erleuchtung anhand von Wandreliefs verfolgen. Man startet am Haupteingang und folgt ihnen im Uhrzeigersinn über die Terrassen. Den sechs quadratischen Plattfomen, schließen sich drei runde Terrassen an, auf denen insgesamt 70 gitterförmige Stupas mit Buddha-Statuen stehen. An der Spitze des Tempelkomplexes befindet sich der zentrale Stupa, dessen höchster Punkt 35 Meter misst. Er enthält 2 leere Kammern und ist umgeben von 72 Buddha-Statuen. Von ganz oben kann man am späten Nachmittag den magischen Sonnenuntergang hinter den Bergen im Western bestaunen. Der Aufstieg auf den Tempel kostet einige Mühe, da die dunkelgrauen Andesitsteine die Sonnenwärme stark absorbieren.

Borobudur-Museen

Zum archäologischen Park Borobudur gehören zwei Museen, die sich im Norden des Tempels befinden. Die Tickets sind bereits im Eintrittspreis von Borobudur enthalten. Im Samudraraksa-Museum erfährt der Besucher einiges über die maritime Technologie und das Handelsnetzwerk im Indischen Ozean im 8 Jhd. n.Chr. Im Karmawibhanga-Museum werden archäologische Fundstücke aus der Region um Borobudur ausgestellt und Fotogalerien über den Restaurationsprozess gezeigt.

Anreise und Besichtigung

Der archäologische Park Borobudur ist von Yogyakarta sowohl mit eigenem Auto, als auch per Minibus oder öffentlichem Bus in 60-90 Minuten zu erreichen. Der Eintrittspreis bewegt sich zwischen 110,000 Rp/10$ für Studenten und 280,000 Rp/22$ für Erwachsene, Nicht-Indonesier. Borobudur ist von 6 bis 17 Uhr geöffnet und wird am besten zu Fuß oder per Leihfahrrad erkundet.

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